Die Geistesgesellschaft
Kritik des Kapitalismus und des Sozialismus

 

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern."

(Karl Marx, 11. Feuerbachthese)

 

Zur Umsetzung der Theorie der Geistesgesellschaft in die Praxis unseres täglichen Lebens benötigen wir möglichst effiziente Mechanismen der Selbst-

ORGANISATION.

 

Ziele

Generell besteht das Ziel unserer Selbstorganisation darin, dass wir im täglichen praktischen Leben erlernen, Verantwortung über uns selbst sowie über unsere soziale und natürliche Umwelt zu übernehmen und zwar durch bewusste Selbstbestimmung auch und vor allem in politischen und ökonomischen Fragen. Unsere selbst bestimmten Gemeinschaften sollen zwei Grundbedingungen erfüllen. Sie sollen 1. ohne Ausbeutung des Menschen und der Natur durch den Menschen, also ohne Kapital und sie sollen 2. ohne Klassenherrschaft, also ohne Machthierarchie leben. Wir wollen weg von der Zuschauer-Demokratie - hin zur Teilnehmer-Demokratie! Wir streben danach, die Zeit unserer tatsächlichen Entscheidungsbefugnis über uns selbst, unsere soziale und natürliche Umwelt von Null (bei den Nichtwähler/innen) oder ein paar Sekunden in der Wahlkabine auf die vollen vier Jahre einer Legislaturperiode auszudehnen und zwar für alle mündigen Bürger/innen in all ihren eigenen Angelegenheiten.

 

Struktur

Um dieses Ziel zu erreichen, organisieren wir uns von Anfang an auf allen Ebenen nach den neuen "Spielregeln" der Macht, also der Verteilung und der Ausübung der Entscheidungsbefugnis in der Geistesgesellschaft.

Es gibt bei uns keine Machthierarchie von oben nach unten mehr, sondern nur noch Gemeinschaften unterschiedlich breiter bzw. großer gesellschaftlicher Ebenen, die gleichberechtigt neben- und miteinander agieren. Die breiteste nationale Ebene in unserem Land wird die Gemeinschaft Deutschlands sein. Später werden wir uns voraussichtlich noch in eine Europäische und eine Weltgemeinschaft einbringen. Innerhalb Deutschlands ist es aus praktischen Gründen wohl sinnvoll, die nächst kleineren Organisationsstrukturen vorläufig auf der Ebene der bereits bestehenden Strukturen, also der Bundesländer, der Landkreise und der Kommunen zu bilden. Das ist aber nur eine Empfehlung, kein Muss. Die Gliederung der noch kleineren Organisationseinheiten innerhalb der Bundesländer möchte ich der Phantasie der Akteure und den konkreten Bedingungen in den jeweiligen Regionen überlassen. Das möchte ich nicht nur, das muss ich sogar, denn das betrifft mich ja - außer in (m)einer Region - nicht selbst und geht mich folglich auch nichts weiter an. Die Größe der Gemeinschaft hängt von ihren jeweiligen Aufgaben ab und wird von den beteiligten Bürger/innen selbst festgelegt.

 

Aufgaben

Alle Akteure der Geistesgesellschaft vom einzelnen Individuum bis zur ganzen Nation (und zur Weltgemeinschaft) verbindet die generelle Aufgabe, sich selbst zu organisieren in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens insbesondere in der Ökonomie und in der Politik. Jede Gemeinschaft hat ihre spezifischen Aufgaben entsprechend ihrer jeweiligen Organisationsebene. So kümmert sich die Gemeinschaft Deutschlands nur um Angelegenheiten, die von bundesweiter Bedeutung sind, und die Dorfgemeinschaft nur um gesellschaftliche Fragen des jeweiligen Dorfes. Jede Gemeinschaft wird durch ihre formale Selbstorganisation zu einem eigenständigen gesellschaftlichen Subjekt. "Einzelkämpfer" können sich in Gemeinschaften breiterer Organisationsebenen einbringen und gegebenenfalls später kleinere regionale und lokale Gemeinschaften gründen. Jede größere Gemeinschaft kann einen Gemeinschaftsrat wählen. Die Räte sind keine Inhaber, sondern Moderatoren der Macht. Ihre Aufgabe ist es, die Entscheidungen ihrer Gemeinschaft vorzubereiten durch die Bereitstellung und Verbreitung umfassender Informationen zu dem jeweiligen Thema und der Vorbereitung der Entscheidungsformalitäten (Geschäftsordnung, Abstimmungsmodus, Betroffenheit usw.). Eigenständig entscheiden dürfen die Räte nur das, womit sie vorher von der Gemeinschaft beauftragt worden sind. Im Zweifel hat immer die Gemeinschaft das letzte Wort. 

Zu den konkreten Aufgaben der Landesgemeinschaften und der Bundesgemeinschaft wird es beispielsweise gehören, für die Schaffung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Durchsetzung unserer Ziele auch "von oben" zu sorgen. Dazu gehört die Verbreitung der Idee der Geistesgesellschaft sowie die Moderation (nicht die Leitung!) der Selbstorganisation der Gemeinschaften in Deutschland. Solange es das Oben und Unten in der Machthierarchie noch gibt, arbeiten wir intern nach den neuen "Spielregeln" der Machtverteilung und -ausübung der Geistesgesellschaft und halten uns extern an die "Spielregeln" der Macht der parlamentarischen Demokratie. Die externe Auseinandersetzung mit den anderen politischen Kräften führen wir ausschließlich demokratisch, friedlich, ohne jedwede Art von Gewalt. Unser einziges Hilfsmittel ist unser Geist! Für den Aufbau der Geistesgesellschaft brauchen wir also vor allem "Köpfchen" (und wahrscheinlich auch sehr viel Geduld).

 

Erste konkrete Schritte

Um öffentlich wahrgenommen und in der gesellschaftlichen Praxis wirksam zu werden, bedarf es einer Organisation, deren Form ich vorerst noch offen lassen möchte. Wahrscheinlich wird es aber auf die Gründung einer Partei hinauslaufen.

Wer sich also praktisch für die Ziele der GeiGe einsetzen möchte, der melde sich bitte direkt oder über die Kontaktadresse bei mir.